Kinderhaus Stormarn - Kinderbetreuung in Stormarn
Kinderbetreuung in Stormarn, Hamburg, Lübeck

Trennungsangst bei Kindern

Angst gehört zum Leben dazu und ist bei Kindern jedes Alters zu finden. Manche "Angst" ist in bestimmten Altersphasen normal, wie z. B das "Fremdeln" mit 8 - 9 Monaten. Es gehört zum "Reifungsprozess" dazu und es ist die Aufgabe des Kindes MIT allen Bezugspersonen zusammen, diese Angst zu überwinden und daran zu wachsen.

Halten bestimmte "Angstzustände" jedoch lange an, wird das Kind dadurch in seiner Entwicklung und seinem Tagesablauf behindert und leiden die Bezugspersonen, muss dieser Angst auf den Grund gegangen werden und individuelle Lösungen für das Kind und die Familien gesucht werden.

Kindliche Ängste-Trennungsangst


Lassen Sie Ihre Kinder ein "Angstbild" malen und besprechen sie es zusammen. Danach malen die Kinder ein "Lösungsbild"








Ursachen von kindlichen Ängsten können sein...

  1. instabiles Umfeld
  2. genetische Veranlagung! (Hat ein Elternteil z. B mit bestimmten Ängsten zu kämpfen, können diese sich auf das Kind "übertragen"
  3. viel Stress in der Schwangerschaft der Mutter
  4. psychische Erkrankungen der Eltern
  5. Überbehütung
  6. Mangel an Zuwendung
  7. Erlebnisse aus "vergangenen Tagen"

Häufige Kinderängste

  1. Angst vor dem Alleinesein
  2. Angst, die Eltern zu verlieren
  3. Angst vor Objekten
  4. Nachtangst
  5. Angst vor Veränderung
  6. Angst vor Fremden
  7. Schulangst

 

Persönlichkeitsmerkmale von Angstkindern

 

  1. mangelndes Selbstvertrauen
  2. Kontrolle
  3. mangelndes Urvertrauen
  4. Rückzug
  5. Angriff nach vorne
  6. Wut
  7. Aggression
  8. Katastrophendenken
  9. gestörte Körperwahrnehmung
  10. sehr angepasstes Verhalten bis hin zu Aggression
  11. Abhängigkeit von anderen

 

Das können Sie tun...

 

  1. haben Sie Verständnis, auch wenn diese Angst für SIE nicht begreifbar ist. Für Ihr Kind ist sie real
  2. ZUSAMMEN nach Lösungen suchen - keine Lösungen "aufdrängen"
  3. klare, sichere Tagesstrukturen
  4. klare, sichere Regeln
  5. für ein gutes Verhältnis sorgen
  6. Verlässlichkeit
  7. Selbstständig werden lassen und auf das Kind vertrauen
  8. Kind nicht als "Partnerersatz" missbrauchen
  9. Spannugnen innerhalb der Familie klären und versuchen zu beheben
  10. die Angst nicht "unbewusst" verstärken 
  11. Familienberatung für individuelle Hilfen in der Familie

 

6 wichtige Regeln

 

  1. Verständnis
  2. Respekt
  3. Toleranz
  4. Liebe
  5. klare Strukturen
  6. klare Regeln
  7. Verlässlichkeit

 

Wenn das nicht hilft

 

Eltern haben Ihre Lebensereignisse und Erfahrungen und gebe diese häufig an Ihre Kinder weiter. Manchmal kommen Eltern alleine beim Thema "Angst" nicht weiter - aus welchen Gründen auch immer. DAS IST KEIN BEINBRUCH und hat auch NICHTS mit Versagen zu tun.

Suchen Sie sich prof. HILFE! Geht das Kind in den Hort, zur Tagesmutter oder in den Kindergarten, ist hier ein geschulter Ansprechpartner zu finden. Hilft auch das nicht weiter, können Sie einen Termin beim Kinderarzt oder Kinderpsychologen vereinbaren.

Wichtig ist, dass Kindern, die an einer über das Alter hinaus untypischen Angst leiden oder diese sich bereits "festgesetzt" hat geholfen wird. Diese Angst beeinträchtigt das Kind in seiner Erlebniswelt und seiner Entwicklung und kann sich so hartnäckig "festsetzen", dass sich hieraus psychische Probleme einstellen, die dann von einem Kinderpsychologen therapiert werden müssen.

Häufigkeit

 

Schwerwiegende Ängste bei Kindern treten häufiger auf, als man denken mag. 

Das Robert - Koch - Institut geht davon aus, dass ca. 10% aller Kinder und Jugendlichen von einer Angststörung betroffen sind. Somit ist die Angststörung die am häufigsten vorkommende psychische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen.