Kinderhaus Stormarn - Kinderbetreuung in Stormarn
Kinderbetreuung in Stormarn, Hamburg, Lübeck

Kindererziehung - Gefühle erlaubt, auch für Eltern

Wer Kinder begleitet wird mit vielen unterschiedlichen Gefühlen konfrontiert. Manchmal sind die Tage einfach nur nervig und kräfteraubend und besonders Eltern spezieller Kinder werden oftmals von unterschiedlichen Gefühlen "überrollt".

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So friedlich sieht der Alltag nicht immer aus :-)





Gefühle sind gut - wenn man sie erkennt und annimmt

In unserer Gesellschaft heißt es immer, man stark sein, Weinen verboten und den Gefühlen freien Lauf zu lassen - "das macht man nicht". Eltern und besonders Müttern wird suggeriert, WIE sie sich zu fühlen haben, WIE toll und perfekt ihr Alltag zu sein hat, WIE perfekt sie mit den Kindern umzugehen hat.

Ich kenne viele Mütter, die aufgrund dieses "WIE ich muss" in ein echtes Burnout gefallen sind. Dieser tägliche Perfektionsdruck mit dem Hinweis darauf, WAS man als Mutter/Eltern doch bitte zu fühlen hat, kann u. U auf Dauer krank machen.

Gefühle gehören zum Leben dazu, genauso wie SONNE und REGEN, SOMMER und WINTER...

Wer Kinder begleitet KANN nicht immer Sommer und Sonne vorfinden, dass ist ist gaaanz wenigen Fällen der Alltag. Ich kenne einen Alltag von mir, als mein Kind noch klein war und auch heute in meiner Kinderbetreuung, da gibt es Sonne, Regen, Hagel, Gewitter, Schnee, Nieselregen, Starkregen, Flaute, brütende Hitze.....Es gibt ALLES, einfach ALLES und das ist normal.

Wir müssen von diesem Perfektionsdenken weg, dass Mütter/Eltern nicht genervt sein dürfen, nicht gestresst, dass sie mal keine Lust zum Auto spielen oder Sandburg bauen haben dürfen - IHR DÜRFT UND DAS IST GUT SO!

Heute wird doch die Bedürfnis - orientierte - Erziehung so angepriesen...Dazu gehören aber NICHT nur die Bedürfnisse der Kleinen sondern auch die der ELTERN! Ich erlebe aber leider täglich, dass die Bedürfnis - orientierte - Erziehung völlig falsch verstanden und noch "falscher" praktiziert wird!

Wenn es um Bedürfnisse innerhalb der Familie geht, dann sind ALLE Bedürfnisse wichtig, alle Gefühle wichtig, alle Wünsche zu akzeptieren - ohne Ausnahme!

Wer aufkommende Gefühle unterdrückt, da er der Meinung ist, "er darf sie nicht haben", wird zu einem Vulkan, der irgendwann explodiert - wann , weiß keiner , aber er wird....Und dann ist das Unheil groß!

Ich erlebe es immer wieder, dass gerade Mütter "vergessen" haben, was denn IHRE eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche sind...Das ist erschreckend, da all das zu unserer Persönlichkeit dazugehört...

Nehmen Sie sich einen großen Zettel

Schreiben Sie alles auf, was sie stört, was Sie wann fühlen, was Sie sich wünschen....Immer wieder, jeden Tag und finden Sie einen Zugang zu sich selber.

Niemand hat je behauptet, dass man "sich selber" als Elternteil vergessen muss, dass man keine "negativen" Gefühle haben darf, seine eigenen Bedürfnisse hinten anstellen muss bis die Kids 21 Jahre alt sind :-)

Gefühle zu verleugnen und zu verdrängen macht auf Dauer krank! Je natürlicher Sie Ihre Gefühle und Bedürfnisse kommunizieren,umso eher lernen das auch die Kinder. Kinder müssen Ihre Eltern doch auch mit Ihren Gefühlen und Bedürfnissen "kennen lernen" und "akzeptieren lernen" und das geht nur, wenn man offen und ehrlich kommuniziert.

Kinder nehmen keinen Schaden, wenn Mama ganz klar formuliert "Du, ich bin total müde, ich habe heute keine Lust Sandburgen zu bauen - wir bauen morgen"; "Ich habe Kopfschmerzen und möchte jetzt einfach nicht toben"; "Ich habe schlecht geschlafen und hatte einen total schlechten Tag - ich möchte jetzt in Ruhe einen Tee trinken".

So lernen Kinder, IHRE Bedürfnisse erkennen, Gefühle äußern und auch mit "negativen" Gefühlen umzugehen :-)