Kinderhaus Stormarn - Kinderbetreuung in Stormarn
Kinderbetreuung in Stormarn, Hamburg, Lübeck

Eingewöhnung bei der Tagesmutter und in der Kita - oder das große Loslassen

Die Eingewöhnung in Kita, bei der Tagesmutter oder der Krippe stellt immer wieder große Herausforderungen für Eltern und Kinder dar und gerade hier kommt es zu vielfachen Missverständnissen.

Artikel, so gelingt Eingewöhnung in Kita & Co






Die Kinder werden größer und kommen in den Kindergarten, Kinderkrippe oder Tagesmutter. Manche Mütter/Eltern nehmen dies gelassen hin und sehen es als neuen Lebensabschnitt für sich und die Kinder. Bei diesen Müttern/Eltern ist die Vorfreude auf diese neue Lebenserfahrung groß und dies merken auch die Kinder.

Manchmal sehen Mütter/Eltern diesem Tag aber mit gemischten Gefühlen entgegen, haben ein "ungutes" Gefühl, ein schlechtes Gewissen oder Angst und auch das merken die Kinder. 

Die Gefühlswelt und die Gedanken der Mütter/Eltern, völlig egal in welche Richtung sie gehen, übertragen sich auf die Kids. Kinder haben eine unwahrscheinlich gute "Antenne" für die Gefühlslage von Eltern und ob Eltern "echt" sind. Echt bedeutet, ob das was Eltern sagen und machen, Ihre Mimik und Gestik zusammen passen - ob alles zusammen ein stimmiges, rundes Bild gibt. Ist dies nicht der Fall, verunsichert das die Kinder und spiegelt sich dann in ihrem Verhalten.

Zu einer gelingenden Eingewöhnung braucht es

- Das Loslassen der Mütter/Eltern: Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, neue und eigene Erfahrungen zusammeln. Die tollen Momente in der Einrichtung, der Spaß am Spielen mit anderen Kindern und auch der "Zoff" untereinander :-)

- Machen Sie sich im Vorfeld Ihre Gefühle klar, schreiben Sie diese auf und sprechen Sie EHRLICH in der Einrichtung über Ihre Ängste! Nur wenn Sie ehrlich sind, können die Tagesmütter oder Erzieher auch vernünftig handeln!!!

- Genießen Sie diese neue Zeit :-) Ihr Kind wird viele tolle kleine Freunde finden, es wird viel von den anderen lernen und zu Hause viel zu erzählen haben

- Keine Zeit für ein schlechtes Gewissen!! Sie müssen arbeiten und Ihr Kind "muss" deswegen eine Einrichtung besuchen?! Dann ergeht es Ihnen wie vielen anderen auch und das ist KEIN Grund für ein schlechtes Gewissen :-)

- Eingewöhnung braucht Zeit!!! Gerade in der Eingewöhnungszeit kommt es häufig vor, dass die Kids krank werden:-) Somit fehlen wichtige Tage der Eingewöhnung. Hängen Sie diese Tage hinten an oder akzeptieren Sie BEWUSST, dass es einfach nicht möglich ist. Die Tagesmütter oder Erzieher werden in der Lage sein, Ihr Kind aufzufangen! Akzeptieren Sie es BEWUSST!

- Geben Sie Ihrem Kind die Chance, sich in den neuen Begebenheiten zurecht zu finden und geben Sie den Tagesmüttern/Erziehern eine Chance, Ihr Kind kennenzulernen - auch das braucht ZEIT! Der erste Eindruck in der neuen Einrichtung ist NICHT immer der Richtige! Die Tagesmütter/Erzieher stehen bei einer Eingewöhnung auch unter Stress, so wie Sie als Elternteil auch! Man will alles richtig machen, man kennt das neue Kind nicht, die anderen Kinder benehmen sich bei "Besuch" auch oftmals "daneben", das gibt wieder ein "schlechtes" Bild für die neuen Eltern....das ist ein Rattenschwanz, der auch Tagesmütter und Erzieher stresst.......

- Sprechen Sie Dinge, die Sie stören echt und direkt an! Nur so können Tagesmütter/Erzieher vernünftig reagieren OHNE dass Sie als Elternteil irgendwas falsch verstehen!

- Weinen gehört dazu! Ich bin Mama und kann nachvollziehen, dass es "ins Herz sticht", wenn der geliebte Sonnenschein morgens im Flur der Kita anfängt zu weinen und sich weigert die Einrichtung zu betreten. WEINEN gehört in den meisten Fällen dazu und ist ein Zeichen, dass das Kind verinnerlicht, dass es nun einige Zeit von der Mutter/Eltern getrennt ist. Ist die Tagesmutter/Erzieher in der Lage, Ihr Kind innerhalb von 10 Minuten zu beruhigen ist alles GUT, NORMAL und KEIN Grund zur Sorge!!!

- Wenn die Chemie nicht stimmt wird es schwierig...Es kommt nun mal vor, dass die Chemie zwischen Eltern und Betreuern nicht stimmt, doch dann wird es schwierig. Diese "mütterliche/elterliche Abneigung" wird sich auf das Kind übertragen, denn Sie sind entweder nicht mehr echt oder zu echt ;-) Machen Sie einen Termin mit der Betreuungsperson und sprechen Sie offen und ehrlich über das "Chemie-Problem"!!! Hier siegt die Ehrlichkeit!!! Schon manch nicht stimmende Chemie wurde nach einem ehrlichen Gespräch eine echte Freundschaft!!!

Eingewöhnung ist für alle ein neuer Lebensabschnitt, der Zeit und LOSLASSEN braucht...Schon manch "anscheinend nicht funktionierende" Eingewöhnung wurde das beste Abenteuer für Eltern und Kinder :-)